Donnerstag, 22. November 2018

Jacare, letzter Ort in Brasilien

Wir sind recht froh endlich vom Steg des Terminal Nautico wegzukommen. Die Bewegung der Schiffe an diesem Steg war sehr stark und das harte einrucken in die Festmacher schmerzt regelrecht.
Also Stromkabel rein, Festmacher und Mooring Leinen lösen, Maschine rückwärts! Jetzt noch kurz zur Wassertankstelle und die Diesel-Tanks bis Anschlag füllen (so bequem wie hier haben wir es so schnell nicht mehr). Die Allerheiligen Bucht empfängt uns mit ordentlich Welle und einem Wind, der genau von vorn einfällt, für uns heißt das mit Motor in Richtung Atlantik. Erstmal müssen wir durch das Feld der auf Reede liegenden Großschiffe und aufpassen das nicht einer unseren Weg kreuzt.
“Nur” 500 Seemeilen, und die am Stück, liegen vor uns. Das sind selbstgemachte Leiden, wir könnten ja Zwischenstopps einlegen, wollen es aber nicht, denn die Windvorhersage für die nächsten Tage ist gut für uns. Aber erst einmal müssen wir mit einem Hart-Am-Wind-Kurs Abstand von der brasilianischen Küste gewinnen. Der Sinn besteht darin das wir für die weitere Fahrt nach Norden einen besseren Windwinkel bekommen und die Wellen sind im tiefen Wasser nicht so ruppig. Außerdem wollen wir uns von den teils unbeleuchteten Fischerbooten fernhalten, die oft an der 100 oder gar 200 Meterlinie herumdümpeln. Die beleuchteten fahren links von uns hin und her, aber immer schön mit Distanz. Durch das Ausschau halten nach Fischern sind die Wachen abwechslungsreicher und vor lauter beobachten vergisst man das müde werden. Der Wind kommt aus Ost, meist mit einer Stärke um die 16 Knoten.
Geschafft! Nach einer extrem entschleunigten Nacht, wir segelten sehr langsam in Richtung Joao Pessoa um bei Tageslicht in den Kanal einzufahren. Von weitem schon ist der Leuchtturm Pedra Seca zusehen, der am Ende einer Riffreihe steht. Pünktlich wie die Maurer erreichten wir die Zufahrt zum Rio Paraiba bei einlaufenden Wasser. Der Wind ist super und wir können den größten Teil der Strecke Segeln. Durch den Kanal geht es im Fluss an Hafen von Cabedelo vorbei. Eine kleine Personen und eine Autofähre legen ab da heißt es aufpassen. Da der Wind jetzt schwächelte rollten wir das Segel ein und starteten den Motor. Für einen kleinen Moment hatte ich den Überblick verloren, ich hatte auf dem Kartenplotter den Zielpunkt hinter Cabedelo gesetzt doch da gab es nur eine Fischersiedlung und keine Marina. Über Funk begrüßte uns die SY Sunshine die in der Marina lag. Sie haben unser AIS-Signal gesehen und erklärten uns das wir noch ca. drei Meilen flussaufwärts fahren müssen. Auf einmal rief Inge von unten „hier riecht es so komisch“. Ich rannte nach unten öffnete den Motorraum und siehe da, alles ölig. Ich fluchte „verdammter Mist ist denn die Pannenserie noch nicht zu Ende“. Es war eindeutig zu erkennen das Öl spritze aus der Wellendichtung vom Getriebe. Das hatten wir ja 2017 in Piriapolis neu eingebaut. Wir wussten auch das es sich schon ein paar Jahre im Lager befand. Aber auf die Idee das die Wellendichtung im laufe der Zeit hart geworden ist sind wir nicht gekommen. Das ganze bedeutet das wir wider mal länger an einem Ort bleiben. Doch dann sehen wir die Marina und viele bekannte Yachten. Wir ankerten erst einmal neben der SY Dandyline (wir haben uns seit 2017 in Piriapolis/Uruguay immer wider mal getroffen). Außer der vorab schon erwähnten SY Sunshine waren auch die SY Nadin und die SY September in der Marina. Kaum das wir den Anker fest hatten, flitzt ein Dinghi auf uns zu, Wie sich herausstellte war es die Tochter von der hilfsbereiten Frau am Flughafen in Salvador. Das war vielleicht eine schöne Überraschung - die Welt ist eben doch ein Dorf!
Joao Pessoa ist für Fahrtensegler ein wohlbekannter Ort. Dies liegt in erster Linie an seiner Lage dem östlichsten Punkt Südamerikas, daher ist die Distanz von den Kap Verden deutlich kürzer als gleich in die Karibik. Jacare gehört zu Cabedelo und dieses ist ein Vorort von Joao Pessoa, aber eigentlich sind all diese Orte in den letzten Jahren mehr oder weniger zusammen-gewachsen. Jacare heißt auf Deutsch „Krokodil“, jedoch ist die Change eines zu sehen eher gering.
Die Sonne brennt gewaltig, hier musste sofort das Sonnensegel übers Deck gespannt werden. Am nächsten Tag, Montag, den 15.10., verabredeten wir uns mit Fon von der (SY Sunshine) am Marina-Office. Er half uns mit seinen französisch Sprachkenntnissen einen guten Liegeplatz am Steg und einen guten Mechaniker, der eine neue Dichtung und das nötige Werkzeug besorgt, zu bekommen. Wir erklärten auch gleich das ich das Getriebe alleine aus und einbaue (ich hatte es ja genug geübt). Dienstag früh ging es dann zu unseren Liegeplatz am Steg. Der Mechaniker war zum Wochenende bestellt, ich hatte also genügend Zeit und konnte in Ruhe das Getriebe ausbauen.
die Club-Bar und Nico hinter dem Tresen
Am Abend im Club lernten wir Nicolas (Nico) kennen, den Beherrscher der Küche hinter der Marina Bar. Die Auswahl der Gerichte war nicht sonderlich groß aber es schmeckte uns hervorragend (vor allem Steak und der Riesen-Fleisch-Spieß, aber auch Fisch und Pizza waren sehr gut), das Essen gönnten wir uns in regelmäßigen Abständen. Der Sundowner in Form eines – oder auch zwei – Caipirinhas in der Marina Bar ist bei vielen Seglern Tradition.
Ein Stück von der Marina entfernt ist die Touristen-Village. Dieser Ortsteil wird am Nachmittag richtig lebendig. Viele Touristen, Ausflugsboote, Kneipen, laute Musik, Souvenir-Läden und überall Krokodil-Statuen. Die Leute kommen um den Sonnenuntergang zu bestaunen oder eine Runde mit den Flussschiffen zu drehen. Eins darf überhaupt nicht fehlen das allabendliche Bolero-Spektakel rund um den Flusssaxophonisten. Immer zu selben Zeit das selbe Lied, bis die Sonne untergeht. Unglaublich, dass ein einzelner Mann mit einem Saxophon eine solche Einnahmequelle generiert hat! (er steht sogar im Guinness-Buch der Rekorde)
Wenn wir abends an Deck sitzen müssen wir feststellen das wir die Fotomotive sind. Allabendlich, ziehen hier die doppelstöckigen Flussboote an uns vorbei. Ganz dicht an der Marina fahren sie entlang, Dreiviertel der Gäste steht mit gezücktem Fotoapparat an der Reling und fotografiert mit staunender Ungläubigkeit die kleine Schar der “Weltumsegler”. Für viele unfassbar, mit so kleinen Schiffen von Deutschland, Frankreich oder England bis nach Brasilien zu segeln. Viele Brasilianer können noch nicht mal schwimmen. Gegenseitiges Winken und Fotografieren, dann sind die Touristen auch schon zur nächsten Attraktion weitergezogen. Der bordeigene Stimmungsmacher gibt noch einmal alles, die Truppe grölt und stampft zur Musik und freut sich auf den Sonnenuntergang mit Maurice Ravel's Bolero-Tönen untermalt (Meistens ist auch eine Violinistin mit an Bord).
warten auf den Sonnenuntergang
die Touristen Flußschiffe








das Piraten Ausflugsboot liegt gleich neben uns am Steg
Wir erkundeten weiter die Gegend. In kaum 10 Minuten Fußmarsch erreichten wir die Bundesstraße 230, den Ortsteil Intermares. Dort gibt es zwei Tankstellen, in der größeren (östlicheren) gibt es einen Bankomat und eine Post. Gleich rechter Hand neben der kleineren Tankstelle befindet sich ein sehr großer vollklimatisierter Baumarkt. Auf der Straße Richtung Strand liegen drei Supermärkte, eine Bäckerei und einige kleinere Geschäfte. Der größte Supermarkt (Litoral) ungefähr in der Mitte gelegen, hat die beste Auswahl und bietet obendrein ein Taxiservice und wurde deshalb unsere Nummer 1 für Großeinkäufe. Naja „unsere“ ist vielleicht ein bisschen übertrieben denn das ganze erkunden der Einkaufsmöglichkeiten und letztendlich das einkaufen selbst lag in Ingrids Händen. Sie ist auch mit dem Zug nach Joao Pessoa gefahren, in das Schraubervirtel gegangen und hat dringend benötigte Sachen besorgt (Edelstahl-Schrauben, Antirostspray u.s.w.), das macht längst nicht jede Frau.

Unser Mechaniker tauchte auch pünktlich auf und machte einen kompetenten Eindruck. Die Haltemutter musste er mit einem Meißel losschlagen. Das ging relativ schnell und schon hatten wir die Dichtung in der Hand. Er erklärte uns das er das Wochenende bis Anfang nächster Woche brauch um neue Schrauben für den Flansch, eine neue Wellendichtung und ein riesengroßen Steckschlüssel für die Flansch-Mutter zu kaufen.
der Anblick des Getriebes kommt einen bekannt vor

Zugfahrt nach Joao Pessoa
Wir hatten ja seit dem ersten “Trööööt” des mehrfach am Tag vorbeifahrenden Zuges (man sieht ihn nicht, hört ihn aber tuten) beschlossen: “Mit dem müssen wir auch fahren”. Also geht es zur Bahnstation von Jacare. Wir wollen nach Joao Pessoa um uns die Stadt anzuschauen. Die Zugfahrt ist nicht so spektakulär, aber doch ganz anders wie in Europa. Uns fällt auf, dass man in den Waggons auch locker ganze Kühe, Pferde oder Eselskarren transportieren könnte. Und an dem Fahrpreis von einem Real pro Person (das sind 23 Eurocent) kann sich der deutsche Bahnverkehr mal ein Beispiel nehmen. Der Einfachheit halber gilt der Preis pro Fahrt, egal, wo man aussteigt. Es war ja ein Sonnabend wo wir mit der Bahn gefahren sind, vielleicht wäre es schlau gewesen sich vorab über die Fahrzeiten des Zuges zu erkundigen.
der Zug kommt
alle einsteigen








In Joao Pessoa ankommend steht man gleich mal mitten im „Schrauberviertel“ (viele Eisenwarenläden), ein Hardwareladen neben dem anderen lässt bekanntlich das Herz jedes Seglers höher schlagen. Wie in Brasilien üblich herrscht in den Städten eine strikte Gruppierung der Zünfte und man hat daher Geschäfte gleicher Gattung immer eng beisammen. Weiter geht’s also den Berg rauf, links erst die Küchen- und Gasutensilien, dann die Kleidung und rechts an der Haushaltselektrik vorbei. Kaum zu glauben, welch große Aktivlautsprecher der Brasilianer zu Hause braucht, und um einem die Notwendigkeit einer solchen Investition gehörig vor Augen zu führen wird man hier gleich mal ordentlich beschallt. Überall werden wir von Musik und durcheinander quasselnden Menschen empfangen, denen es egal ist, ob wir sie verstehen oder nicht. Brasilien ist eben laut, aber wir lieben es trotzdem!
jetzt geht es los

auf Körperkontakt muss man sich einstellen
und überall kleine Geschäfe und Händler








Nach unseren Rundgang durch die Stadt sind wir wider zurück zum Bahnhof gegangen. Mittlerweile war es Nachmittag und der Bahnhof war abgeschlossen. Wir konnten es kaum glauben. Ein paar Leute die sich vor dem Bahnhof aufhielten erklärten uns das der Zug am Sonnabend nur bis 13:00 Uhr fährt. Als Alternative bleiben nur Bus oder Taxi. Die Strecke ist sehr lang selbst für brasilianische Verhältnisse würde uns eine Taxifahrt ziemlich viel kosten. Also wider zurück und zum Busbahnhof Rodoviário de João Pessoa. Wir staunten über den Andrang. Überall an den schmalen Eingängen, mit Drehkreuz, Warteschlangen. Wir nannten das Ziel, bezahlten die zwei Real und quetschten uns durch das zu kleine Drehkreuz. Dann standen wir auf dem weiträumigen Gelände wo die Menschenmassen hin und her wuselten. Die Frau an der Kasse hat uns zwar gezeigt in welche Richtung wir müssen, aber auf den Abfahrtsschildern fanden wir nirgendwo den Namen Jacare, Jetzt haben wir angefangen uns durchzufragen. Wiedermal eine Frau hatte mit uns erbarmen und begleitete uns zum Info stand. Dort schrieb man uns ausführlich die Fahrstrecke auf ein Zettel, vor allen den Ort mit dem Umsteige Terminal. An der richtigen Bushaltestelle leuchtete uns auch der Name des Zwischenstopps auf dem Hinweisschild entgegen. Die Stadt sah vom Bus aus gesehen viel besser aus. Er fuhr durch die Stadtteile der etwas Besser betuchten.

Mittlerweile ist auch der Mechaniker mit allen neuen Teilen aufgetaucht und das Getriebe konnte wider zusammengebaut werden. Ich hatte beim einbauen des Getriebes bei 32 °C viel Spaß. Per Zufall treffen wir auch Christian, den Segelmacher der auch stabile Beiboote aus GFK baut. Die gefallen uns richtig gut, liegen aber preislich dann doch über unserem Budget und sind auch ein klein wenig zu groß. Wir besichtigen die Segelmacher-Werkstatt. Neue Segel kann er wohl keine nähen, aber Reparaturen und das anfertigen von Sonnensegel etc. sind hier gut durchführbar. Wir beschlossen das er für uns einen neuen Cockpit-Tisch anfertigen sollte.
Jetzt waren auch die meisten Yachten wider los gesegelt und es wurde sehr ruhig in der Marina. Wir machten Winke-winke und wünschten Fair Winds.
Für uns war es das Signal auch endlich fertig zu werden damit wir auch los können. Aber ein komplizierten Fall muste ich noch lösen. Bei der Fahrt von Feuerland nach Brasilien hatten wir ja sehr viel Wasser im Boot. Wir hatten nach dem abpumpen alles (fast alles) getrocknet und gereinigt. Nur an den Tauchkompressor der sich in einem gelben PVC-Behälter befindet haben wir nicht gedacht. Bevor wir in See stechen wollte ich noch einmal Tauchen und das Unterwasserschiff kontrollieren. Als ich den Kompressor rausholte staunte ich wie verrostet ja geradezu verrottet das Gerät war. Ich glaube die meisten hätten den Kompressor in den Müll geworfen.
was für ein
trauriger Anblick
aber es ist
nie Hoffnungslos
















Ich habe zwei Tage investiert und ihn in seine kleinsten Bestandteile zerlegt. Dann alles geputzt mit Süßwasser gewaschen und wider geputzt. Nach dem trocknen in der prallen Sonne (vor allen die Motorwicklung) wurde alles gut gefettet wider zusammengebaut. Dann kam der große Moment Spannung anlegen und siehe da er läuft. Obwohl ich ehrlich gesagt auch so meine Zweifel hatte. Jetzt konnten wir das Boot Seeklar machen und die Abfahrt vorbereiten. Nicolas, vom Marina Restaurant, der auch fließend Portugiesisch spricht fuhr uns zu den Behörden zum Ausklarieren.
Jetzt war es soweit das wir Brasilien entgültig verlassen denn unser nächstes Ziel war französisch Guyana.

Samstag, 20. Oktober 2018

Angra dos Reis und Salvador viele Probleme

„Wenn du in der Fremde bist dann kannst du was erleben“ ich glaube dieser Satz wurde für Langzeit Segler und im speziellen für uns erfunden.
Aber nun mal von vorn. Nach dem Ivonne und Eric abgereist waren bereiteten wir alles für eine schnelle Abfahrt vor. Wir kauften noch einmal ordentlich ein, fuhren in das Zentrum zum Ausklarieren (Immigration, Zoll und Kapitanerie) und verabschiedeten uns bei Klaus Bartels. Motor starten und los. Es machte Klick die Batteriespannung brach zusammen und das war's dann auch schon. Wir hatten in letzter Zeit schon immer Start-Probleme. Nur mit der neuen Batterie hätte das nicht vorkommen dürfen.
Der erste Verdacht, der Anlasser. Aber zuerst mussten wir etwas mit den Behörden unternehmen denn immerhin waren wir aus Brasilien ausgereist. Also als allererstes bei Klaus Bartels Guten Tag sagen und unser Problem schildern. Ersteinmal freute er sich das wir noch eine Weile bleiben (er hatte kaum Gäste in seiner Posauda, denn es war keine Saison). Er schnappte sich sofort das Telefon und informierte die Kapitanerie (die Küstenwache ist in Angra dos Reis die einzige Truppe die auf dem Wasser unterwegs ist).
Die sagten nur „kein Problem wenn der Motor wider läuft sollen wir noch einmal vorbeikommen. Die erste Hürde war genommen jetzt ging es los mit der Fehlersuche. Den Anlasser ausgebaut Spannung rann und läuft. Der Klaus kannte einen guten Autoelektriker und er kam auch gleich mit einem Kollegen vorbei. Mit dem Griff einer Drahtbürste machten Sie einen Belastungstest. Sie konnten auch nichts feststellen der Anlasser war in Ordnung.

der Anlasser ist OK
wie nun weiter








Dann kam sein Kollege auf den glorreichen Gedanken das Öl am Peilstab zu kosten (am Aussehen konnte man nichts besonderes erkennen). Er sagte nur das Öl schmeckt salzig. Oje – ich nahm ein Glas und holte mit der Handpumpe etwas Öl von ganz unten aus der Ölwanne. Nach ein paar Sekunden setzte sich das Wasser vom Öl ab. So ein Mist, das Problem wird größer. Für den nächsten Tag besorgte Klaus zwei Motorspezialisten. Ich bin ja absolut dafür das die einheimische Bevölkerung an uns Segler etwas verdient. Aber ein Minimum an Ehrlichkeit, Sach- und Fachkenntnis sollte schon vorhanden sein. Es war ein akzeptabler Festpreis ausgemacht. Nachdem sie die Einspritzdüsen ausgebaut haben (natürlich sind drei von den vier Abstandsringen im Motor geblieben) wurde der Motor gestartet. Die Türen zum Motorraum standen offen und der Zylinderkopf wurde nicht mit einen Lappen abgedeckt. Das ganze Wasser-Öl-Gemisch schoss bis in die Küche. Wir mussten eine Großreinigung starten. Meine Laune wäre auf den absoluten Nullpunkt gewesen, wäre da nicht der Motor. Er dreht sich, vor allem aber ohne Geräusche. Bei Startversuch mit Wasser im Zylinder sind auch schon mal die Pleuelstangen verbogen und die Kolben fest. Also ein klein wenig Entwarnung. Am Nachmittag teilte er uns mit das er das fünffache vom vereinbarten Preis haben will. Jetzt hatten wir endgültig die Nase voll und teilten Ihm mit das er nicht wiederkommen braucht. Beim aufräumen habe ich festgestellt das drei Abstandsringe von den Einspritzdüsen fehlen. Zwei habe ich im Pumpensumpf unter dem Motor gefunden und der dritte hat sich auf wundersamer Weise in nichts aufgelöst.
einer der blauen Ringe war unauffindbar
Übrigens die Ursache wurde auch schnell gefunden. Der wassergekühlte Abgaskrümmer (Muffler) der aus zwei Teile besteht war durchgerostet. Jetzt musste etwas Neues her. Klaus telefonierte wie ein Weltmeister. Das zweite Teil konnte eine Metallwerkstadt in Angra dos Reis aus Edelstahl anfertigen. Aber das Teil direkt am Motor konnte nur eine große Firma in Rio anfertigen. Wir staunten über den Preis, dafür hätten wir es in Deutschland nicht bekommen. Klaus bemühte sich eine kostengünstige Lösung zu finden um das original Teil nach Rio zu bekommen. Was ihm auch gelang. Jetzt mussten wir warten.
die Zeit verging schnell ich half Klaus bei der Inspektion seines Bootes

wir sammelten das Fleisch der Kokos Nüsse (gut zum knabbern am Abend)
Erstaunlicher weise hatten wir die Teile schon nach einer Woche auf dem Boot.
alt und neu

alt
und neu








Doch die Freude währte nicht lange, Nach einer Überprüfung stellte ich fest das die Bohrungen des neuen Abgaskrümmers nicht mit den alten nicht über einstimmen. Wie doof sind denn die Leute eigentlich. Ich war nur froh das ich in meiner kleinen Werkstatt eine Ständerbohrmaschine habe und somit konnte ich die Bohrungen vergrößern.
die beiden Teile passten nicht zusammen und das grüne passte nicht an den Motor

da muß man wohl oder übel selber Hand anlegen
Das einbauen des Abgaskrümmers war nicht ganz einfach für die unteren Schrauben waren meine Hände viel zu groß. Jetzt musste Ingrid rann was auch ganz hervorragend geklappt hat.
ingrid ist ein ausgezeichneter Motorschlosser
Dann kam der große Moment – Motor starten. Er sprang sofort an und das Beste, alles war auf Anhieb dicht. Ein Riesen Stein viel uns von Herzen. Wir können den TO-Stützpunkt Leiter, Klaus Bartels, gar nicht genug für seinen Einsatz danken. Keine Ahnung wie lange wir ohne ihm gebraucht hätten. Aber so konnten wir mit 2 ½-wöchiger Verspätung wider bei der Kapitanerie vorsprechen und dann in Richtung Salvador segeln. Ich muss es einfach noch einmal loswerden (obwohl ich es in anderen Berichten immer wider erwähnt habe) die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der für uns wichtigen TO-Stützpunktleiter ist Spitzen mäßig. Ganz oben auf unserer Hitliste steht Georg aus Montevideo/Uruguay, Klaus aus Angra dos Reis/Brasilien, Roxanna aus Ushuaia/Argentinien und Alex aus Almerimar/Spanien. Wir haben auf unserer bisher zurückgelegten Strecke nicht alle Stützpunkte besucht aber ich bin mir ziemlich sicher das Sie ebenso Hilfsbereit und freundlich sind. Aber auch die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der vielen einheimischen die wir in Afrika und Südamerika getroffen haben (ob weiß, schwarz, gelb oder rot (wenn er/sie einen Sonnenbrand hatte)) ist wirklich erstaunlich. Wenn wir dann aus der Ferne so manche Diskussion in Deutschland oder Europa verfolgen, können wir nur mit dem Kopf schütteln. Und die vorhandene Kriminalität / Piraterie resultiert fast immer aus dem extremen Gegensätzen von Arm und Reich.
Nun aber weiter mit unserer Reise, wo die große Hilfsbereitschaft wider mal eine Rolle spielt. Am 26.09.18 sind wir in Angra dos Reis abgefahren und am 08.10 erreichten wir ohne Probleme Salvador (mit Zwischenstopp an der Ilha do Cabo Firo und auf dem Rio Caravelas). In Savador wollten wir nur Einklarieren und gleich weiter.
Salvador hat uns wider
Aber „Denkste“ das ganze entwickelte sich zu ein weiteren Amtsstuben-Abenteuer. Noch vom Vorjahr wussten wir wo sich das Büro der Immigration befindet. Nach dem wir die Sicherheitsschleusen passiert und einen Ausweis zum betreten des Gebäudes erhalten haben standen wir nach kurzer Zeit an der Tür der Immigration. Wir überreichten unsere Pässe und das Formular vom Ausklarieren. Nach wenigen Minuten kam der Mann wider und erklärte uns das wir nicht bei ihm einreisen können denn sein Computer ist nicht im großen Netzwerk der Immigration verbunden. Er konnte nicht nachvollziehen wie lange wir in Brasilien waren und wie lange außerhalb (sie waren nicht in der Lage die Tage von den Einreise und Ausreise Stempeln im Pass zu zählen – innerhalb von 180 Tagen dürfen wir uns nur 90 Tage aufhalten). Da von der erst Einreise schon über 180 Tage (6 Monate) vergangen waren, das kann sogar ein Erstklässler erkennen wenn er in den Kalender schaut, hätte er uns ohne weiteres die Pässe abstempeln können.
Aber „Nöööö“ er meinte wir müssen zum Flughafen von Salvador. Es war kaum zu glauben wir mussten mit dem Taxi eine dreiviertel Stunde fahren, denn der Flughafen befindet sich auf der anderen Seite. Aber es kam noch dicker. Der ganze Flughafen wurde umgebaut nicht ein Büro war mehr an der alten Stelle. Wir sind zum Info Stand gegangen und haben versucht unser Anliegen zu erklären, die gute Frau hat gar nichts begriffen. Nachdem wir eine Weile hoffnungslos herumgestanden haben kam eine Frau zu uns und fragte in deutsch ob wir Hilfe brauchen. Na und wie wir sie brauchten, Wir erklärten ihr unser Anliegen und dann diskutierte sie eine ganze Weile mit der Info-Dame. Aber dann sind wir alle drei losmarschiert und haben ein an der Wand hängenden Telefonapparat in einem bestimmten Gang gesucht. Nach einigen hin und herlaufen ist uns das auch gelungen.
Jetzt nahm Sie den Hörer und erklärte jemanden nochmals das Problem, derjenige sagte wir sollen uns ein Moment gedulden er kommt gleich raus. Nach fünf Minuten kam tatsächlich jemand aus einer Glastür, schnappte sich die Pässe und verschwand wider. Unsere liebe, hilfreiche Fremde musste los denn ihr Mann, den sie einfach so hat stehen lassen, hat sie wohl schon als vermisst gemeldet.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam der Mann in Begleitung einer energisch wirkenden Frau, wahrscheinlich seine Chefin, mit unseren Pässen wider. Wir betrachteten die Stempel und ich dachte ich falle in Ohnmacht. Da haben die uns nur 17 Tage eingetragen wie sie darauf gekommen sind können wir bis heute nicht verstehen. Jedenfalls protestierten wir lautstark und gaben die Pässe zurück. Jetzt nahmen sie uns mit hinter die geheimnisvolle Glastür.
Wir gingen durch einige Flure und landeten schließlich bei Interpol. Ich sagte zu Ingrid „das war's wohl, die verhaften uns wegen Drogenhandel oder Spionage“. Ingrids Laune war eh schon auf dem Nullpunkt und der Blick den sie mir zuwarf verhieß nichts Gutes. Doch dann kam eine junge Frau zu uns und wegen ihres Aussehens blieb uns der Mund offen stehen. Dagegen verblasste selbst Naomi Campbel. In einem langsamen und gut verständlichen Englisch fragte sie uns worin unser Problem bestehe. Mit Hilfe eines Blatt Papiers und Kugelschreiber erklärten wir ihr das brasilianische Einreisegesetz und das wir unsere drei Monate Aufenthaltszeit bekommen sollten. Sie verschwand mit einem Lächeln und nach wenigen Minuten erschien sie mit unseren Pässen und den Eintrag von 90 Tage.
Da es mittlerweile später Nachmittag war verschoben wir den Besuch von Zoll und und Kapitanerie auf den nächsten Tag. Dort verlief alles Problemlos und wir konnten in Ruhe am 10.10.18 in Richtung Jacare (einem Stadtteil von Joao Pessoa) segeln. Das ist dann unsere letzte Station in Brasilien.

Samstag, 8. September 2018

Ivonne & Eric, Urlaub in Brasilien

Wir sind gut in Rio angekommen und haben das Boot an der selben Moring wie im letzten Jahr festgemacht. Schon am nächsten Tag klopfte der Zoll an. Sie haben die Papiere kontrolliert (Rio hat an der Einfahrt ein dichtes Überwachungsnetz zum Beispiel Video, AIS und Radar, denen entgeht nicht einmal das kleinste Paddelboot). Wir waren vielleicht froh das unsere Papiere in Ordnung waren. Jetzt konnten wir ruhig und gelassen auf unsere Tochter und Enkel warten.

Urlaubseindrücke geschrieben von Ivonne

Die Taschen sind gepackt, alle Bestellungen für Hembadoo ordentlich und sicher verstaut... am Montag,den 20.08.2018, morgens um 04:30 landen wir in RIO de Janeiro. Da wir nicht abgeholt werden konnten mussten wir uns ein ordentliches Taxi mit offiziellen Taxifahrern, deren gelbe Taxis mit blauem Streifen, die man an den roten Nummernschildern erkennt, suchen. Direkt vorm Flughafen standen sie dann auch.Wir zeigten dem Taxifahrer unseren vorbereiteten Zettel mit unserem Ziel "Urca onde esta o Supermercado Zona Sul", gute 30 Minuten dauerte die Fahrt, viel gesehen hatten wir nicht, denn es war ja noch dunkel. Zwischendurch war mir schon etwas mulmig zumute, kein Telefon, kein Internet, nur ein paar Euro in der Tasche... aber dann, welch eine Erleichterung, sahen wir Vater an der Ecke stehen und konnten dem Taxifahrer zu verstehen geben das wir am Ziel sind und er auch die Fahrt bezahlt. Mit dem Schlauchboot ging es dann an Bord von Hembadoo. Wahnsinn, wir sind in RIO und nachdem die Sonne aufging sahen wir wo wir lagen, genau zwischen dem Christo und dem Zuckerhut (na ja eigentlich unterhalb des Zuckerhuts), was für ein toller Anblick. Da das Wetter auch passte sind wir noch am selben Tag mit der Seilbahn zum Zuckerhut heraufgefahren und hatten einen super Ausblick. Wir entdeckten sogar ein kleines Weißbüscheläffchen.

auf zum Zuckerhut
auf halber Höhe ein Zwischenstop

>
dann bis ganz hoch
hier passen reichlich Leute rein
















die wunderschöne Bucht von Rio
die andere Seite, mit Christo im Hintergrund









Copacabana ist einer der bekanntesten Stadtteile Rio's
die Weißbüscheläffchen sind witzig
aber sie klauen alles was nur möglich ist









Am Dienstag ging es mit dem Bus und der Corcovado-Bergbahn zur Christusstatue, dem bekanntesten Wahrzeichen Rio de Janeiros, der Cristo Redentor, befindet sich etwas südlich des Zentrums auf dem 710 Meter hohen Berg Corcovado, der sich inmitten des gleichnamigen Nationalparks erhebt. Hier breitet die 38 Meter hohe und über 1.000 Tonnen schwere Christusstatue ihre Arme über der Stadt aus, auch hier hatten wir von den verschiedenen Ebenen einen super Ausblick, unter anderem auf das berühmte Fußball - Stadion Maracanã und wir sahen verschiedene kleine Echsen und sogar ein Faultier.
warten auf die Zahnradbahn
na da kommt Sie ja

ein Foto mit Cristo ist nicht einfach

aber man bekommt es hin
















Am Mittwoch ging es mit dem Bus zum Botanischen Garten - Jardim Botanico - er liegt am südwestlichen Stadtrand und umfasst 83 Hektar natürliche Waldfläche und 54 Hektar kultivierte Fläche. Diese riesige Parkanlage ist die Heimat von schätzungsweise 40.000 Pflanzen, die sich auf 6.725 verschiedene Arten aufteilen. Damit handelt es sich um eine der größten Ausstellungen von Pflanzen der Welt. Wir sahen Kakteen, Königspalmen, Bambus Wäldchen und Orchideen und vieles vieles mehr, und die Affen erst mal, na die waren ja drollig.

auch wenn der Urwald etwas sortiert ist
macht es richtig Spass

ja was kommt denn da

ist das ein Tempel von Indianer Johns

oder irgend welche Geister

Nööööö

wie in Urzeiten versetzt

massenhaft Orchiden, und die Farben

Affen mit einer Show-Einlage

Brettwurzeln sind gut für eine Pause






























Am Donnerstag spazierten wir noch zum Strand und um den Zuckerhut herum. Auch hier sahen wir die kleinen Affen und verschiedene Pflanzen. Und wir hatten das Glück die Übung zu einer Parade vom Militär zu sehen. An fast allen Ecken gab es die berittene Polizei und Militär zu sehen, das gehört in Rio einfach dazu.
garnicht mal so viel Leute
das müsste man öfters machen
die sind sehr freundlich
Am Freitag dann sollte es weiter gehen in Richtung Ilha Grande, aber was für ein Schreck, der Motor sprang einfach nicht an, nach einer gefühlten Ewigkeit waren aber dank des Generators die Batterien soweit wieder aufgeladen und wir konnten los.
Nach einer tollen Überfahrt, nur leider ohne segeln denn der Wind war nicht auf unserer Seite, waren wir an unserem ersten Ziel angekommen.
Mitten in der Nacht, morgens um 3 Uhr und stockfinster, ALARM – 40 Knoten Wind - der Anker hielt in dem Schlamm nicht, nach 3 – 4 mal nichts nutzenden um-ankern sind wir um die Halbinsel herumgefahren und waren endlich wieder sicher, der Anker hielt und wir waren vorm Wind geschützt, jetzt konnten wir auch wieder weiterschlafen (außer Eric, der ist nicht einmal wachgeworden – er wird erst wach wenn er auf einer Planke im Wasser treibt) .
Samstag und Sonntag in Ilha Grande tingelten wir von Bucht zu Bucht bis es für uns perfekt war. Wir erkundeten die Insel, Eric fuhr uns mit dem Schlauchboot an Land, baden.... einfach Urlaub pur. Da ja Wochenende war kamen auch viele andere Boote, private und auch Ausflugsschiffe, es war ein reges buntes Treiben in unserer Bucht. Gegen Abend waren wir aber jedes mal fast allein und warteten auf unser Vogelkonzert.
was für eine Traum-Bucht
der Strand nur für uns

kristallklares Wasser

Eric ist für den Strand-Transfer zuständig

Badespaß total
Montag, 27.08., fuhren wir nach Angra dos Reis um dem aufkommenden schlechten Wetter auszuweichen und uns mit frischen Lebensmitteln zu versorgen. In Angra dos Reis fuhren wir mit dem Schlauchboot direkt an den Supermarkt, na das war ja mal cool. Tanken mit dem Boot war auch eine interessante Aktion, 283 Liter waren das eben mal, verteilt in 4 Tanks. Vater nutzte gleich die Chance um auf den Mast zu klettern und den neuen Windmesser anzubauen. Wir besuchten Klaus Bartels vom TO (Trans Ocean) Stützpunkt.
Mittwoch ging es wieder zurück nach Ilha Grande, in unsere "perfekte" Bucht, hier ließ es sich aushalten bei 30°. Gut ausgerüstet mit Essen und Trinken gingen wir am Donnerstag an Land, zu einer ausgiebigen Erkundung unserer Insel. Wir fanden einen uralten Friedhof, ein Gebäude das vor langer Zeit wohl eine Schule war (der Urwald hat schon von einigen Teilen Besitz ergriffen) und eine Kirche - die Igreja da Freguesia de Santana erbaut im Jahre 1843. Anfangs ding es noch halbwegs bequem über kleine Strände und durch Bambus durch. Aber dann wurde es anspruchsvoller, wilder und noch schöner. Aber trotz Kletter Aktionen und kaum erkennbarer Wege ist es uns nicht gelungen die Halbinsel komplett zu umrunden. Aber das war schon ein richtiges Abenteuer.
das Schlauchboot ist gesichert
und jetzt kann es losgehen

die Schultafel war bekritzelt

das ist mal ein echter Urwald

eine Kirche mitten im Nirgendwo

aufpassen, denn Kokusnus auf Kopf ist schlecht

kleine Buchten

umgeben von unzugänglichen Dschungel

interessant, ein leerer Schildkröten-Panzer

wo Mutter hochkommt
sollten wir es auch schaffen

runter ist meistens schwieriger

aber wir kriegen das hin

nach der Anstrengung

die Belohnung

kleine Traumstrände

zum verlieben

aber jetzt geht es zurück, was für ein toller Tag
Donnerstag gingen Mutti und ich mal in die andere Richtung, auf die Suche nach frischem Brot, wir fanden zwar kein Brot, aber dafür bekamen wir bei einer ansässigen Familie selbstgemachte "Marmelade".
Am Freitag machten wir uns wieder auf, diesmal nach Paraty, der autofreien Stadt, unterwegs kamen wir an einer echt riesigen, schwimmenden Öl-Bohr-Schiff, oder eine schwimmende Raffenerie,  vorbei (diese wurde wohl an einen anderen Platz gebracht).


was auch immer das ist, es ist riesig und von Petrobras
Wir Mädels, Mutti und ich, ließen uns dann in Paraty an Land bringen um frisches Brot zu besorgen, wir schauten auch nach einer neuen Starterbatterie für Hembadoo, denn es gab immer wieder Startprobleme, und bummelten durch´s sehr schöne, alte Städtchen. Es war bereits dunkel wie wir wieder an Bord kamen.
Samstag wieder zurück mit Kurs in Richtung Ilha Grande, wir wollten ja eigentlich mal in eine andere Bucht, landeten dann aber doch wieder in "unserer" Bucht. Mit baden, Schlauchboot fahren und Actin Cam (Unterwasserkamera) verbanden wir das Vergnügen auch mit Arbeit, ich habe die Welle von Leinen und Angel Sehne befreit und Eric passte auf mich auf. Nach einigen vielen Tauchgängen ist mir das auch gelungen.
olle Angelschnur
wirst du mal abgehen










Montag, 03.09., wollten wir wieder nach Angra dos Reis, aber wieder wollte der Motor einfach nicht anspringen!, Der Generator lief auf Hochtouren, Vater versuchte den Fehler zu finden und zu beheben, die Laune hielt sich echt in Grenzen. Irgendwann ging es dann aber doch los. Die letzten Tage in Angra dos Reis nutzen wir, unter anderem mit Hilfe von Klaus Bartels, eine neue Starterbatterie zu finden, die Stadt zu erkunden und die Vorräte wieder aufzustocken. Schade das der Urlaub schon wider zu Ende ist denn es war wunderschön und die Zeit verging wie im Fluge.
Am Donnerstag, den 06.09. mussten wir früh los, unser Taxi wartete auf uns, denn wir mussten ja nach Rio zum Flughafen, um wieder nach Hause zu fliegen.