Sonntag, 20. Mai 2018

Oase Huacachina - Ica - Peru

Jetzt geht es weiter, so wie wir es uns vorgenommen haben, nach Ica in die Oase Huacachina. Nur das wir nicht mit dem Luxus-Bus fahren, sondern mit einem Klein-Bus. Der ist zwar nicht so bequem aber er holt uns vor der Tür ab und und fährt uns bis vor die Tür des nächsten Hostel. Bei drei Stunden Fahrt ist der Verzicht auf Komfort nicht so schwerwiegend. Der Gewinn an Bequemlichkeit (kein Taxi suchen, keine Preisverhandlung) und die Ersparnis am Fahrpreis wiegen da viel schwerer. Mit dem eingesparten Geld können wir ständig mit den witzigen Moto-Taxis (Tuk Tuk) hin und her fahren. Da wir unsere Unterkunft ein Stück außerhalb der Oase hatten, nutzten wir diese ständig.
das erste was in Ica auffällt sind massenhaft Moto-Taxis (in Asien TukTuk)

unser Zimmer im Hostal ist wie immer Okay)
auch im Bad ist alles i.O.








 Huacachina ist eine paradiesische Oase etwa 8 km von Ica entfernt und mutet an wie ein verwunschener Ort aus tausendundeiner Nacht. Sie wird umrahmt von den größten Sanddünen Perus. Neben Baden in der idyllischen Lagune sind vor allem Sandboarden und Sandbuggy fahren beliebte Aktivitäten in der weiten Sandebene. Die Lagune wird von einem unterirdischen mineralhaltigen Anden-Fluss gespeist, wodurch sie auch, vor allem gegen Rheuma, als Heilbad genutzt werden kann.
ein paar Leute sind immer im lauwarmen Wasser
Ihr Wasserspiegel ist allerdings im Sinken begriffen, da die umliegenden Landbesitzer das Grundwasser der Oase für die Bewässerung ihrer Ländereien anzapfen. Um die paradiesische Oase vor dem Austrocknen und Verschwinden zu schützen, wird in regelmäßigen Abständen auf Beschluss der Regierung von Ica künstlich Wasser in die Lagune gepumpt. Die mächtigen Dünen sind bis zu 100 Meter hoch und tragen zur atemberaubenden Kulisse Huacachinas bei.
die Oase ist schon etwas besonderes

ein paar Bilder von allen Seiten
Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5
Unser Plan war es natürlich die angebotenen Aktivitäten mit enormem Fun-Faktor zu nutzen. Aber als erstes versuchte ich (bei unserem ersten Rundgang) eine kleine Düne zu erklettern. Dazu musste ich mir die Schuhe ausziehen denn der super feine Sand würde diese sofort füllen. Aber es war kein leichtes unterfangen. Nach ein Schritt vorwärts rutscht man mindestens 20 cm zurück. Aber ich hatte es geschafft und runter war ein Gaudi es fühlte sich an wie in Pulverschnee, nur viel heißer.
Keuch und Schnauf
aber das Ziel ist in Sicht








Wüstenwanderungen sind aber noch die normalsten Einfälle, die so mancher Urlauber haben kann. Da das Erklimmen der bis zu 100 Meter hohen Sanddünen zu Fuß ganz schön an die Substanz geht, (Hut ab vor den jungen Leuten die mit dem Sandboard und den dicken Schuhen auf der Schulter auf die hohen Dünen steigen um sie dan mit Voll-Speed herunter zu jagen)
den Surfern muss der Weg nach oben endlos vorkommen
da macht man dies am besten mit dem Wüsten-Buggy. Ausgerüstet mit getunten Motoren, Überrollbügel und traktorartigen Geländereifen düst man über die Dünen, bis den ersten Passagieren schwindlig wird und jeder ca. ein Kilogramm Sand geschluckt hat. Aber was solls am nächsten Tag begann der Spaß. Zu diesem Zeitpunkt war gerade nicht viel Los (wir konnten sogar den Preis herunter handeln) und so waren wir zu dritt in ein Buggy das für 10 Personen ausgelegt war. Das wirkte sich natürlich au das Gesamtgewicht und das heißt auf die Geschwindigkeit aus. Die Motoren sind schon der Hammer ich konnte zwar nicht erfahren wievielt PS dort zu Gange waren aber schon beim Anfahren hatte man das Gefühl das ein Flugzeug startet.
Ingrid wirft ein kritischen Blick auf den Motor
na dann kann es ja losgehen
Der Fahrer war so Gnädig und fragte „Power oder Slow“. Ich schaute den jungen Mann aus Israel an und wie aus einem Mund kam Power. Jetzt könnte jemand auf den Gedanken kommen und sagen „Alles Klar und die Meinung von Ingrid zählt wohl gar nicht“ Das ist nicht so, wir haben uns vorher abgesprochen. Und eins steht ja mal fest, wer ein Sturm mit 65 Knoten Wind und 10 m hohen Wellen durchsteht den wirft das nicht aus die Bahn. Jedenfalls wie ein startender Düsenjet jagte er die erste Düne hinauf und mit einer abartigen Geschwindigkeit und einem völlig Verrücken Winkel herunter. Ingrid hat geschrien wie eine 16-jährige ich dachte ihr reißen die Stimmbänder. (hinterher erzählte sie mir das sie in einen Bericht gelesen hat wo geschrieben stand das lautes Schreien die Fahrer zusätzlich anspornt) Jedenfalls ging das eine halbe Stunde so. Dann machten wir halt und es wurden die Snow-Bords, ach nein, die Sandbords ausgepackt. Das hat Ingrid dann doch verweigert obwohl wir „nur“ auf den Bauch liegend die Düne runter gesaust sind. Aber auch kopfüber mit einem irren Tempo die Düne hinunter zu schlittern ist ein großartiger Spaß, den man nicht jeden Tag erleben kann.
die erste Runde war noch nicht ganz so steil und lang
in der zweiten Runde ging dann die Post richtig ab (sogar mit kleiner Sprungschanze)
Jedenfalls alles in allen das war ein unglaublicher Spaß. Und wir waren der Meinung eine gute Übung für das Kleinflugzeug in Nazcar (die sollen ja auch wie Flugakrobaten unterwegs sein).
Rucksäcke schnappen und weiter geht es
Also dann bis Nazcar.






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